Eine Checkliste für die Hauptuntersuchung: Darauf achtet der TÜV besonders!

Eine Checkliste für die Hauptuntersuchung: Darauf achtet der TÜV besonders!

Automobile – ausgenommen Neuwagen – müssen alle 2 Jahre dem TÜV oder einer anderen Prüfungsorganisation vorgestellt werden. Die Hauptuntersuchung beinhaltet die Abgasuntersuchung und viele weitere Punkte. Viele Autofahrer stellen sich die Frage, wie sie ihr Fahrzeug am besten auf die Kontrolle vorbereiten und worauf die Prüfer besonders achten. Wir stellen wichtige Komponenten der TÜV-Prüfung vor, sodass die umfassende Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung ermöglicht wird.

Laut Eigenaussage des TÜV Nord werden bei der Prüfung folgende Komponenten des Automobils überprüft:

– Bremsen
– Räder/Reifen
– Beleuchtung/elektrische Anlage
– Scheiben/Spiegel
– Rahmen/Karosserie
– Auspuffanlage
– Lenkung
– Pedale
– Sitze
– Sicherheitsgurte
– Elektronische Sicherheitssysteme
– Ausrüstung (u.a. Warndreieck/Warnleuchte/Verbandskasten)

Wer sein Fahrzeug auf die TÜV-Prüfung vorbereiten möchte, muss auf diese Punkte in jedem Fall achten.

Der erste Eindruck sollte positiv sein

Das Fahrzeug sollte sich in einem guten Allgemeinzustand befinden, dann reduziert sich die Wahrscheinlichkeit für ernsthafte Defekte. Die Prüfer erwarten, dass die Autobesitzer ihren Verpflichtungen nachkommen und das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand halten. Ein Beispiel ist der rechtzeitige Wechsel von Lampen. Vor der Fahrt zur Prüfungsstelle sollte eine Sichtkontrolle der Beleuchtungsanlage vorgenommen werden. Diese Überprüfung muss vor jedem Fahrtbeginn stattfinden. Entdecken die Kontrolleure ein nicht-funktionsfähiges Abblendlicht oder eine nicht-funktionsfähige Rückleuchte, entstehen schnell Zweifel, ob der Autofahrer generell seinen Verpflichtungen nachkommt. Zudem wurde hiermit ein Mangel festgestellt, der im Prüfprotokoll vermerkt wird. Ebenso sollten die Autofahrer die Ausstattung überprüfen. Insbesondere Warndreieck, Ersatzrad und Verbandskasten müssen vorhanden sein.

Inspektion ja oder nein?

Generell ist es nicht vorgeschrieben, das Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion in die Werkstatt zu bringen. TÜV-Prüfer Fragen nicht nach den entsprechenden Terminen und lassen sich auch nicht das Inspektionsheft zeigen. Dennoch kann die Teilnahme an den Inspektionen Vorteile bieten: Das Fahrzeug wird mindestens einmal jährlich von einem KFZ-Mechaniker überprüft, Mängel werden festgestellt. Es ist anzumerken, dass sich die Anforderungen des TÜV und der Hersteller unterscheiden. Dennoch zielen Inspektion und TÜV darauf ab, dass das Automobil verkehrssicher ist. Ein Beispiel ist das Bremssystem, welches vom TÜV und von den Werkstätten überprüft wird. Aus dieser Perspektive heraus sind Inspektionen ein gutes Mittel, die Sicherheit vor dem TÜV-Besuch zu erhöhen.

Welche Punkte kann ich vor der Fahrt zum TÜV selbst überprüfen?

Im Folgenden haben wir eine Liste zusammengestellt, welche wichtige Punkte für die TÜV-Prüfung darstellen:

1. Sichtkontrolle des Fahrzeugs:

Ein entscheidender Punkt für die TÜV-Prüfer ist die Beurteilung des allgemeinen Zustandes des Fahrzeugs. Die Inspekteure umrunden das Automobil und achten auf den ordnungsgemäßen Zustand. Anschließend wird das Automobil auf der Hebebühne untersucht. Beispielsweise dürfen keine abgerissenen Fahrzeugteile herabhängen. Ebenso ist auf Rost zu achten, sofern sich dieser am tragenden Bauteilen befindet und das Abreißen oder die Zerstörung von Komponenten zu befürchten ist.

2. Beleuchtungsanlage:

Die Beleuchtungsanlage wird bei nahezu jeder TÜV-Prüfung berücksichtigt. Wichtig ist, dass alle Lampen instandgesetzt werden, die am Automobil vorhanden sind. Ein Beispiel ist das Tagfahrlicht. Obgleich in Deutschland keine Verpflichtung zum Einbau besteht, muss das Licht funktionieren, wenn es am Fahrzeug vorhanden ist.

3. Bremssystem:

Das Fahrzeug wird auf einer entsprechenden Prüfstelle getestet. Die Bremswerte werden ermittelt und notiert. Beide Achsseiten müssen über eine gleiche bis ähnliche Bremswirkung verfügen. Ansonsten würde das Automobil zu einer Seite hin ausbrechen.

4. Elektrische Systeme:

Die elektrischen Systeme müssen funktionstüchtig sein. Die TÜV-Inspekteure schließen ein entsprechendes Messgerät an und lesen den Fehlerspeicher aus. Treten beispielsweise Auffälligkeiten an der Abgasanlage auf, wird eine noch genauere Untersuchung vorgenommen.

5. Abgasanlage:

Laut Gesetzgebung darf das Fahrzeug eine bestimmte Emissionsgrenze nicht überschreiten. Sind dem Autofahrer Probleme mit der Abgasanlage bekannt, muss er den Defekt reparieren lassen.

Das Fazit für den TÜV-Termin

Autofahrer können in einem umfangreichen Maße dazu beitragen, dass die Wahrscheinlichkeit für den Erhalt der TÜV-Plakette steigt. Zunächst einmal müssen grobe Beschädigungen und Funktionsstörungen behoben werden. Das Fahrzeug muss einer Sichtkontrolle von außen, von Unten und von Innen standhalten. Anschließend überprüfen die Autobesitzer, ob die vorgeschriebene Ausrüstung vorhanden ist. Die Beleuchtungsanlage wird überprüft, was direkt vor Fahrtbeginn erfolgen sollte. Defekte an elektrischen Systemen, dem Bremssystem und der Abgasanlage äußern sich meistens durch Auffälligkeiten beim Fahren und/oder dem Aufblinken von Warnleuchten. Bereits aus Eigeninteresse sollte in diesem Fall schnellstmöglich die Abklärung durch die Werkstatt erfolgen. Wer grundsätzliche Sicherheit gewinnen möchte, nimmt an den regelmäßigen Inspektionen der Werkstatt teil. Was der TÜV kostet und wie man ihn bezahlen kann, findet man hier.

Bildquelle

  • Eine Checkliste für die Hauptuntersuchung: Darauf achtet der TÜV besonders!: TÜV Nord

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