Warum müssen manche Autos so oft in die Werkstatt?

Die verschiedenen Wartungsintervalle eines Kfz-Fahrzeuges erfährt der Kunde meistens erst nach Kaufabschluss. Wieso diese Intervalle von Marke zu Marke und von Modell zu Modell derart unterschiedlich ausfallen, ist meist eher ein großes Rätsel und alles andere als offensichtlich. Doch wie genau kann es zu solch großen Unterschieden kommen und wie lassen sich diese Kosten ausgleichen?

Ein Beispiel

Um diese Anschuldigung an die unterschiedlichen Marken etwas zu veranschaulichen, wird ein exaktes Beispiel beschrieben. Ein Ford Fiesta der neuesten Generation muss bereits nach 20.000 Kilometer das erste Mal zur Inspektion in eine Werkstatt. Der nagelneue Renault Clio hingegen erst nach einer Laufleistung von 30.000 Kilometern. Es sieht also tatsächlich so aus, als hätte eine Marke, in diesem Fall Ford, eine geringere Qualität. Doch ist dem wirklich so?

Kosten einsparen

Das oben genannte Beispiel findet inzwischen bei vielen Automarken statt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass eine Marke qualitativ minderwertiger ist als die Andere. Denn während für eine durchschnittliche Wartung bei einem Ford Fiesta 180 Euro anfallen, sind es bei einem Renault Clio um stolze 35 Euro mehr. Auf lange Sicht gesehen, summieren sich die Kosten auf denselben Wert, oder der Fahrer des Renaults steigt sogar schlechter aus.
Um bei häufigeren Wartungsintervallen aber dennoch sparen zu können, existiert eine relativ einfache Lösung. Um sich wieder auf das vorher genannte Beispiel zu beziehen, helfen gebrauchte Ford Ersatzteile + Autoteile dabei, die häufiger auftretenden Wartungsintervalle zu vergünstigen. Gebrauchte Ersatzteile bieten eine ähnlich gute Qualität wie Neuteile, können allerdings um einiges günstiger erworben werden. Da ein gebrauchtes Ersatzteil bei dem nächsten Wartungsintervall wieder ausgetauscht wird, muss nicht zwingend auf extrem langlebige Originalteile zurückgegriffen werden.

Premium Marken sind nicht automatisch teurer

Das Phänomen der der stark unterschiedlichen Wartungsintervalle tritt sowohl bei Kleinwagen-, Kompakt- aber auch Mittelklasse gleich auf. Dies lässt darauf schließen, dass bei günstigeren Fahrzeugmodellen kurzlebigere Teile verbaut werden. Das Wartungsintervall muss natürlich an die Lebensdauer der verbauten Teile angepasst werden. Viele Premium Hersteller investieren deshalb in langlebige Wartungsteile. Dies spiegelt sich am Fahrzeugpreis wieder. Dafür können Wartungsintervalle von 60.000 bis 90.000 Kilometer erreicht werden.
Besonders flexibel sind hierbei die Marken Audi, Mercedes und BMW, denn diese legen ihre Wartungsintervalle flexibel aus. Spezielle Sensoren überwachen hierbei die Verschleißteile. Ein idealer Inspektionszeitpunkt kann so individuell bestimmt werden. Entscheiden für die Abnützung ist natürlich immer der Fahrer selbst. Wer den Fuß etwas vom Gas nimmt und den Motor regelmäßig warm fährt, kann Wartungsintervalle ausdehnen.

Bildquelle

  • Fahrzeugwartung: ADAC

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