VW-Chef Winterkorn tritt wegen Abgas-Affäre zurück

Volkswagens Konzernchef Prof. Dr. Martin Winterkorn ist heute nach einer Sitzung des Aufsichtsratpräsidums in Wolfsburg zurückgetreten. Damit zog er die Konsequenzen aus der vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Manipulation von Abgaswerten bei Tests in den USA. VW hat in weltweit rund elf Millonen seiner Dieselautos und von Konzernmarken Software eingebaut, die erkennt, ob gerade ein Messzyklus auf dem Prüfstand gefahren wird oder sich das Auto normal auf einer Straße bewegt. Winterkorn, so beteuerte Aufsichtsratsvorsitzender Berthold Huber nach der Sitzung, treffe an der Affäre keinerlei Schuld. Man respektiere aber seine Entscheidung.

Prof. Dr. Martin Winterkorn
Prof. Dr. Martin Winterkorn

Noch gestern hatte Winterkorn einen Rücktritt abgelehnt. Der Vorstandsvorsitzende von Europas größtem Autobauer hatte sich erst im Frühjahr im Machtkampf gegen VW-Patriarch Ferdinand Piëch behauptet. Der Aufsichtsrat wollte eigentlich auf seiner Sitzung am Freitag dieser Woche Winterkorns Vertrag bis Ende 2018 verlängern. Nun wird dort über seine Nachfolge entschieden. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Porsche-Boss Matthias Müller.

Motor Typ EA 189 betroffen

Vom Abgas-Skandal sind  Fahrzeuge mit Dieselmotoren vom Typ EA 189 betroffen. Dieser ist nicht nur in Fahrzeugen von VW (z.B. Golf, Caddy, Passat) verbaut worden, sondern auch in Modellen von Audi, Skoda und Seat verbaut. Dabei handelt es sich nach VW-Angaben um weltweit ca. elf Millionen Fahrzeuge.

Bildquelle

  • Prof. Dr. Martin Winterkorn: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

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