Kurztest Nissan Qashqai 1.6 dCi

Der Qashqai von Nissan hat im Vergleich zum Vorgänger bei den Maßen ein wenig zugelegt. Nissan legt Wert auf die Feststellung, der Qashqai sei 2007 das erste kompakte und preiswerte SUV-Modelle gewesen und habe damals ein neues Segment im Markt eröffnet. Heute sieht er sich 14 Mitbewerbern gegenüber. Wir fuhren den Neuen jetzt mit dem 1,6-Liter-Diesel und empfanden ihn als zumindest auf Augenhöhe mit den besten Kontrahenten.

Motor: Für den Vortrieb sorgte der 1.6 dCi, der stärkste Diesel im Qashqai mit 96 kW / 130 PS, die maximale Anhängelast mit manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bei gebremstem Anhänger bis zu 1800 Kilogramm bei zwölf Prozent Steigung. Er ermöglichte einen problemlosen Sprint beim Überholen genauso wie das Dahingleiten über die Straßen. Dabei zeigte der Motor eine angenehme Laufruhe, die ihn auch zum Reiseauto qualifiziert.

Innenraum: Die zweite Auflage des Qashqai ist fünf Zentimeter auf eine Länge von 4,38 Meter gewachsen. Sie wird dazu zwei Zentimeter breiter (1,81 m) und eineinhalb Zentimeter niedriger (1,59 m). Der gewonnene Platz kommt den Passagieren zu Gute. Sie dürfen somit ein in dieser Klasse großzügiges Platzangebot genießen, was sich auch auf längeren Fahrten positiv bemerkbar machen wird. Der Fahrer darf sich zudem über ein aufgeräumtes, übersichtliches Arbeitsumfeld mit nahezu selbsterklärender Bedienung freuen.

Assistenzsysteme: Der Qashqai fährt serienmäßig mit „Chassis Control“ vor. Das ESP-System wird hier so ergänzt, dass es in Kurven über gezielte Bremseingriffe für ein dynamischeres Fahrgefühl sorgt und sogar das Nachschwingen nach Bodenwellen zu verringern sucht. Der erste Fahreindruck war durchaus positiv, denn der Japaner in schnell gefahrenen Kurven frei von Tücken, die Lenkung vermittelt erfreulich viel Gefühl. Die gute Übersicht durch die hohe Sitzposition bildet dabei einen weiteren Pluspunkt.

Nissan Qashqai im Test

Zudem verfügte unser Testfahrzeug über den „Around View Monitor“. Das System zeigt das Fahrzeug aus der Vogelperspektive und vereinfacht beispielsweise das Einparken. Das Bild ist so gut, dass der Fahrer fast in Versuchung kommen könnte, sich nur auf die Darstellung zu verlassen, wenn das denn rechtlich zulässig wäre.

Fazit: Der Nissan Qashqai in Kombination mit dem Selbstzünder ist geradezu prädestiniert als Reisefahrzeug. Wobei er auch in der Stadt keine schlechte Figur macht, auch dank seiner Übersichtlichkeit und seiner Systeme, die enge Situationen überschaubar werden lassen. (ampnet/nic)

Technische Daten Nissan Qashqai 1.6 dCI (Allrad)

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,38 x 1,81 x 1,59
Motor: Reihen-Vierzylinder-Diesel, 1.598 cm3
Leistung: 96 kW / 130 PS
Max. Drehmoment: 320 bei 1.750 U/min
Durchschnittsverbrauch (EU-Norm): 4,9 Liter Diesel
CO2: 129 g/km
Effizienzklasse: A
Leergewicht / Zuladung: 1.535kg / 495kg
Beschleunigung 0 – 100 km/h: 10,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Luftwiderstandsbeiwert: 0,32
Wendekreis: 10,7 m
Kofferraumvolumen: 430 – 1.585 Liter
Basispreis, Ausstattung Tekna: 32.850 Euro

Bildquelle

  • Nissan Qashqai im Test: NIssan
  • Nissan Qashqai im Test: Nissan

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