BMW Concept 8 Series: Kommt so der neue 8er?

BMW Concept 8 Series

„Zu 86 Prozent“, witzelt Adrian van Hooydonk, wenn man ihn fragt, wie nahe das Concept 8 Series getaufte Coupé der Serie kommt. Tatsache ist: Schon im kommenden Sommer lanciert BMW die Serienausführung eines neuen BMW 8er. Sie ersetzt den aktuellen 6er – und mit der Sechs als Modellbezeichnung hat BMW künftig anderes vor.

Mit seiner aggressiv skulpturierten Fastback-Form, der tief und breit angesetzten Doppelniere und seinen wie beim i8 teilweise freistehenden Rückleuchten läutet der BMW 8er eine neue Ära im Design ein. Sie wird intern mit „Precision and Poetry“ umschrieben – und symbolisiert einen Sprung nach vorn: „Ab sofort gilt diese Formensprache“, so BMWs Chefdesigner van Hooydonk.

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Während der kommende Crossover X2, im Herbst 2016 als Fahrzeugstudie in Paris zu sehen, lediglich ein Indiz war, setzt der 8er den neuen Ansatz nunmehr vollständig um. Danach soll es Schlag auf Schlag gehen, so van Hooydonk: „Wir werden das Gesicht der Marke komplett verändern.“

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Auch das Interieur der 8er-Studie präsentiert sich in neuer Form, wenngleich der Eindruck eher evolutionär als revolutionär ist: Das flache Armaturenbrett sowie die breite und hohe, zum Fahrer angewinkelte Mittelkonsole wirken sachlich, sportlich und funktionell. Es bleibt wie bei den aktuellen Limousinen beim starren Zentralbildschirm, der vertikal aus der Konsole herauswächst.

Die innen wie außen großzügig verbauten Anbauteile aus Kohlefaser-Verbundstoff besitzen übrigens reinen Dekorcharakter; sie geben keinen Hinweis auf die Fahrzeugarchitektur. Im Gegenteil: Wie schon der aktuelle 6er basiert der kommende 8er auf dem verkürzten Chassis der 5er-Reihe. Und damit wird auch klar, dass der neue 8er zwar mit Sechs- und Acht-Zylinder-Motoren auf den Markt kommen wird, nicht jedoch mit V12-Motor.

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Natürlich ist die neue Namensgebung dennoch ein Signal: „Mehr Performance, mehr Luxus, mehr Unikat-Charakter”, sagt Adrian van Hooydonk. Und Markenchefin Hildegard Wortmann betont: „8er ist höher als 6er. Wir sind damit in der Luxusklasse gut verortet.“ Was die Fahrzeugarchitektur betrifft, so hat sie allerdings eine klare Haltung: „Den Kunden interessiert das überhaupt nicht.“

Diese pragmatische Haltung dürfte dafür sorgen, dass sich der Fehler von 1989 nicht wiederholt: Schon damals ersetzte eine 8er-Baureihe die erste Generation des 6er. Doch mit zahlreichen 7er-Bauteilen und V12-Motor war das Auto viel teurer und völlig anders positioniert, letztlich konnte BMW nicht einmal ein Drittel der Stückzahlen des Vorgängers unter die betuchte Kundschaft bringen.

Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn BMW in den 90er-Jahren einige der Ideen umgesetzt hätte, die intern bereits weit gediehen waren: Es gab Prototypen eines 8er-Cabrio und eines extrem starken M8, und auch eine Einstiegsvariante mit drei Litern Hubraum war projektiert.

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Genau diese Versionen wird es jedenfalls vom neuen BMW 8er geben – und weil es beim 6er so gut funktioniert hat, plant BMW neben dem Cabriolet auch für den 8er eine viertürige Ableitung namens Gran Coupé. Mit diesem Variantenreichtum und ihrer eindrucksvollen Form wird die neue Baureihe ab Mitte 2018 weitgehend konkurrenzlos dastehen. (ampnet/jm)

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